Atlastherapie Informationen


Woher kommt der Begriff Atlas ?
In der griechischen Mythologie gibt es einen Riesen namens Atlas. Laut dieser Mythologie wird ihm ein Vergehen vorgeworfen. Zur Strafe muss er das schwere Himmelsgewölbe dauerhaft auf seinen Schultern tragen. Da der erste Halswirbel des menschlichen Skelettes das Gewicht des Kopfes trägt, bekam dieser Wirbel den Namen Atlas.
Die enorme Vielfalt an Bewegungsmöglichkeiten des Kopfes und der Halswirbelsäule verlangen den Strukturen in diesem Bereich viel Haltearbeit und funktionelle Kraft ab. Schon minimale Fehlstellungen nehmen einen großen Einfluss auf das gesamte Skelett- und Muskelsystem und wirken außerdem auf die inneren Organe und das vegetative Nervensystem ein.

Wie kommt es zu Blockaden im Bereich des Atlas?
Schon während der Geburt kann es durch einen engen Geburtskanal oder der Zuhilfenahme einer Geburtszange oder –glocke zu leichten Verschiebungen kommen. Diese können auch durch Stürze auf den Kopf oder nach einem Schleudertrauma entstehen. Die Auswirkungen sind oft auch in entfernteren Körperregionen spürbar. Allerdings werden die Symptome häufig über Monate oder Jahre nicht mit dem Atlas in Verbindung gebracht, und viele therapeutische Bemühungen bleiben deshalb erfolglos.

Wieso ist die korrekte Position des ersten Halswirbels so wichtig?
Genau vor dem Atlas verläuft ein wichtiger Hirnnerv, der Nervus Vagus. Er ist der größte und wichtigste Nerv des Parasympathikus und gehört zum unwillkürlichen vegetativen Nervensystem. Somit ist er an der Regulation fast aller inneren Organe beteiligt. Störungen des Herzrhythmus, der Darmfunktion oder der Schweißabsonderung können hier ebenso ihre Ursache haben wie Symptome im Rachen, der oberen Speiseröhre, des äußeren Gehörgangs oder der Lunge.
Zusammen mit dem Nervus Vagus verlaufen zudem wichtige Blutgefäße vor dem Atlas. Durch eine Verschiebung des ersten Halswirbels kann es folglich auch z.B. zu Problemen im Kreislaufsystem, zu Schwindel, Ohrensausen oder Tinnitus kommen.